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Regio 2 Herren Süd: MÜNCHEN BASKETS für Wolves zu stark

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Absteiger schlägt Aufsteiger

White Wolves unterliegen gegen MÜNCHEN BASKETS 65:86
 
von regiopictures.de (Hr. Sigl)
Nach einem Start auf Augenhöhe gegen die MÜNCHEN BASKETS musste der TV Passau in einem 2. Regionalliga – Heimspiel letztes Wochenende im Laufe der Begegnung in eine klare 65:86 – Niederlage einwilligen. Die Münchner, die in Bestbesetzung angereist waren, zeigten an diesem Abend, dass sie in der Saison vorher noch in der 1. Regionalliga aufgelaufen waren. Die Antritte schneller, die Pässe präziser, die Räume enger – einige Aspekte, die die Niederlage der White Wolves besiegelten. Wenngleich die Hausherren über weite Strecken mithalten konnten, die Punkte gingen nach München.

Blitzstart der Oberbayern, in der 1. Minute – 0:6. Es entwickelte sich gleich ein intensives, abwechslungsreiches Spiel mit vielen schönen Szenen, die Baskets stets in Front. Bis in Minute 7 war der Passauer Rückstand auf 10:17 angewachsen. Doch in der Schlussphase des Viertels konnten die Niederbayern den Schalter umlegen, Benjamin Mayer (5 Punkte), David Moschek und Jan – Erik Taubmann stellten den Gleichstand von 19:19 her.

Nach der Viertelpause wurden die Wölfe dann völlig auf dem falschen Fuß erwischt. 2,5 Minuten reichten den Münchnern, einen 10:0 – Run zu produzieren, ein dominant aufspielender Münchner Ballverteiler Nico Schwartz, blitzschnell war der so mühsam erkämpfte Ausgleich wieder in Luft aufgelöst (19:29). Jetzt wachte man im Passauer Lager auf und schlug zurück. Bis Mitte des Viertels kam das Wolves – Rudel in die Gänge, angeführt von einem Distanztreffer von Alexander Herbort erspielte man nun seinerseits einen 9:2 – Lauf und holte zum 29:33 auf. Aber die Landeshauptstädter drehten nochmal an der Temposchraube und zogen bis zur Halbzeit trotz 5 Distanzpunkten von David Moschek (darunter ein Dreier) auf 45:32 davon (Viertel 13:26).

In der Halbzeitpause zeigte die Cheerleadergruppe des TV Passau, die unter dem Namen „Pirates Brides“ hauptsächlich die Footballer anfeuern, ihre gekonnte Show, die bei den Zuschauern viel Applaus entlockte.

Und wieder ließen sich die Wolves nach der Halbzeit überrumpeln. Die Baskets hochkonzentriert, schnell umschaltend und sofort in Kampfmodus wiesen die Hausherren mit einem 0:10 in den ersten beiden Spielminuten regelrecht in die Schranken. Von da an gab es dann wieder ein Up and Down, bei dem die Niederbayern gut mithalten konnten. Manchmal flackerte sogar Spielwitz auf, als Thomas Pethran nach einem Steal krachend einnetzte, oder Pointguard Dino Vrancic einen erfolgreichen Fastbreak hinlegte. Aber auch ein Backdoor – Layup von Guard Tobias Hoffmann oder vier weitere Zähler von Thomas Pethran kurz vor dem letzten Viertelwechsel konnten den deutlichen Rückstand der Passauer von 46:64 nicht wesentlich verringern (Viertel 14:19).

Wenn man auch trotz einer Umstellung in der Verteidigung nicht herankommen konnte, weil die Baskets zu clever und versiert ihren Vorsprung verteidigten, die Wölfe aus der Distanz auch sehr gut herausgespielte Würfe nicht in die Reuse bekamen, es war weiter ein tolles Basketballspiel (Schlussviertel 19:22). Natürlich versuchten die Hausherren, die nie aufsteckten, das Beste aus der Situation zu machen, je ein Dreier von Maxi Gentner und Jan – Erik Taubmann waren eher nur Tropfen auf den heißen Stein. Die MÜNCHEN BASKETS ließen die Zügel an diesem Abend nicht mehr locker und holten sich mit großer Abgeklärtheit und Routine, mit mehr Biss und einer knalligen Defense in den entscheidenden Phasen und mit einem äußerst ausgeglichenen Team die Punkte aus der Dreiflüssestadt. Sie unterstrichen auf alle Fälle den Anspruch, vorne in der Tabelle mitmischen zu wollen. Das Spiel endete 65:86 aus Passauer Sicht.

In weiten Phasen konnte man mitspielen, aber vor allem die verschlafenen Minuten jeweils nach Spielabschnittspausen kosteten ein besseres Ergebnis. Man muss auch sehen, dass in dieser Regionalliga die Intensität und Qualität doch höher ist, als in der Bayernliga, was Wunder? Daraus kann man nur lernen und gut weiter machen.

Nächstes Wochenende ist nun Spielpause in der Liga, aber  im Bayernpokal (Runde 2) muss der TV Passau nach Germering reisen.

Spieler Passau:

Thomas Pethran 18, Tobias Hoffmann 12, Benjamin Mayer 7, David Moschek 7, Jan – Erik Taubmann 7, Alexander Herbort 5, Maximilian Gentner 5, Dino Vrancic 3, Armin Ahmetovic 1, Ferdi Schütze, Patrick Wiesner, Jost Humbert.

Coach Bernd Zauner: „Heute haben wir gegen eine sehr clevere und routinierte Mannschaft verloren, die sicher ganz vorne mitspielen wird. Man konnte sehen, dass es in dieser Liga zu einer Niederlage reicht, wenn man einige Minuten unkonzentriert ist. Für uns geht die Welt aber deshalb nicht unter.“