Vergangene Woche reiste die Herrenmannschaft des TV Passau in die Landeshauptstadt Niederbayerns, um zum Spitzenspiel gegen Landshut anzutreten. Die Landshuter konnten im Hinspiel zwar deutlich besiegt werden (123-70), jedoch ermöglichten sie es mit einem Sieg gegen den direkten Konkurrenten Freyung, dass Passau nun wieder seit Anfang 2026 alleine an der Tabellenspitze steht. Mit nur einer Niederlage weniger haben auch die Landshuter die Chance auf den Titel, umso wichtiger wäre der Sieg gegen einen direkten Konkurrenten.
Trainer Kiermeier konnte auf einen vollen 11-Mann Kader zurückgreifen und motivierte seine Jungs zu Beginn des Spiels noch einmal. Doch dann wurden die Wölfe überrascht von einer galligen Landshuter Mannschaft. Zwar konnte der Ball gut bewegt werden, dennoch fehlte das letzte Quäntchen Glück beim Abschluss. So wurden immer wieder Würfe mit hartem Kontakt nicht verwandelt und man befasste sich eher mit der Leistung der Schiedsrichter als mit der Eigenen. So kam es, dass man Viertel Eins und Zwei verlor und in Halbzeit Nr. 2 einen 14-Punkte Rückstand aufholen musste.
In der Halbzeitansprache wurde sich auf die Stärken des Teams berufen und dass man die erste Halbzeit abhaken sollte und das Passauer Spiel etablieren soll. Und genau das haben die Wölfe getan. Ein 20-2 Lauf der Passauer zu Beginn des dritten Viertels brachte die Wende ins Spiel und verlieh ab diesem Zeitpunkt dem Spiel den Charakter, den es verdient hatte. Landshut kämpfte sich mit sieben Freiwürfen in Folge zurück ins Spiel und man ging mit einem zwei Punkte Rückstand in den letzten Spielabschnitt.
Im letzten Viertel offenes Visier beider Mannschaften. Bis Minute 35 ein stetiger Führungswechsel. Und dann konnten sich die Passau White Wolves durch zwei Dreipunkte Würfe erstmals etwas absetzen. So führte man bis zur letzten Minute mit 8 Punkten. Doch einige Unaufmerksamkeiten in der Verteidigung machten das Spiel nochmal unnötig spannend. Am Ende jedoch reichte es für den 13 Sieg in Folge. Somit gewann Passau 75-70 in einem spannenden Kampf um die Meisterschaft.
Nach dem Spiel sagte Trainer Marc Kiermeier: „Es fällt eine große Last von meinen Schultern. Zu sehen, wie die Mannschaft nach zwei fahrigen Vierteln den Kopf aus der Schlinge gezogen hat, macht mich sehr stolz. Auch Spieler, die heute vielleicht etwas weniger Spielzeit bekommen haben, haben alles von der Bank gegeben um zum Sieg beizutragen. Das war ein tolles Spiel und ich bin dankbar dieses als Coach miterlebt zu haben.“
Für Passau geht es am kommenden Samstag um 19 Uhr im bereits letzten Heimspiel der Saison gegen die Dukes aus Dingolfing. Mit einem weiteren Sieg ist man dem Back-to-back Meistertitel zum Greifen nah.
Für Passau spielten:
Griffin, Loncaric 4 Punkte (1 Dreier), Schreiner 7 Punkte (1), Karl 5 Punkte, Bostan 3 Punkte (1), Svenda 23 (1), Wittmann, Ben Salah 27, Schnieber 2, Reinstein, Mandangi 4
